P. Dr. Hans Schalk verstorben
Das ehemalige ILF Gars trauert um P. Dr. Hans Schalk, der zusammen mit anderen Mitbrüdern das ILF Gars 1973 aus der Taufe hob und lange Zeit als stellvertretender Direktor prägte. Er wurde am 6. Mai 1932 in München geboren. Seine Mutter verstarb, als er erst vier Jahre alt war. Seine Kindheit war geprägt von den Beeinträchtigungen des Zweiten Weltkriegs. Ab September 1945 besuchte er dann das Knabenseminar in Freising und das Obergymnasium am Domberg der altbayerischen Bischofsstadt. Dort wuchs in ihm die Entscheidung, bei den Redemptoristen einzutreten. Diese Ordensgemeinschaft beeindruckte ihn vor allem durch ihre seelsorgliche Offenheit. Das Noviziat absolvierte er 1950/51 in Gars am Inn, ebenso sein Theologiestudium. Nach der Priesterweihe am 29. Juli 1956 studierte er in München Pädagogik und Psychologie und wurde 1962 mit einer Arbeit über „Die pädagogisch-seelsorgliche Beziehung zwischen Priester und Jugendlichen“ promoviert.
Danach war er einige Jahre lang Direktor des Juvenats in Ingolstadt. Von 1967 bis 1971 war er Novizenmeister in Gars sowie Dozent für Katechetik an der Garser Ordenshochschule. Von 1973 bis 1994 wirkte er als Dozent und stellvertretender Leiter am Garser Institut für Lehrerfortbildung (ILF) und trug zusammen mit Direktor P. Dr. Raimund Ritter viel zu dessen Renommée bei. Mit Umsicht und pädagogischem Fingerspitzengefühl widmete er sich der inhaltlichen Planung und Durchführung der Lehrgänge. Die Neuausrichtung des katholischen Religionsunterrichts im Geiste der Würzburger Synode und des II. Vatikanischen Konzils waren eines seiner wichtigsten Anliegen. Nach ihm übernahmen P. Dr. Anton Dimpflmaier und Sr. Ursula Häntschel die Leitung des ILF Gars. Er blieb aber weiterhin mit dem Institut und seinen Entwicklungen eng verbunden.
Von 1999 bis 2005 leitete P. Hans Schalk als Provinzial die Münchener Provinz der Redemptoristen. Nach dieser Zeit blieb er in der Hausgemeinschaft München wohnen und wirkte in vielfältiger Weise als geistlicher Begleiter. Im September 2024 kam P. Schalk aus Altersgründen zurück in das Kloster Gars. Er verstarb innerlich gut vorbereitet an den Folgen eines Schlaganfalls am 26.02.2026. Der Herr gebe ihm die Freude des ewigen Lebens.