21.11. - 25.11.2011
Ethisch handeln lernen - Modelle, Bausteine, Medien
Hauptschule
Leitung: Dr. Matthias Pfeufer
LG-Nr.: 81/715
Moralisch-ethisches Lernen betrifft das Schulleben insgesamt und alle Schulfächer. Im Kontext religiösen Lernens ergeben sich zwei spezifische Aufgaben: „Schülerinnen und Schüler sollen ihre ethische Urteilskompetenz entwickeln und Wertentscheidungen im Licht der christlichen Botschaft begründen lernen.“ (Hans-Georg Ziebertz) Dies ist in einer Gesellschaft, die durch eine Pluralität von Werten und Normen gekennzeichnet wird, eine zentrale Herausforderung.
Im Lehrgang werden verschiedene Modelle ethischen Lernens an Beispielen vorgestellt und diskutiert, um daraus allgemeine Schlüsse für gelingende Lernprozesse ziehen zu können. Dies geschieht aber immer unter dem Vorbehalt der Lehrbarkeit ethischen Handelns. Mit Blick auf die aktuellen Lehrpläne für die Grund-, Haupt- und Mittelschulen gilt es kompetenzorientierte Lehr-/Lernarrangements für konkrete ethische Fragestellungen zu erarbeiten.
21.11. bis 25.11.2011
Gott und das Kapital: Sozial- und Wirtschaftsethik im Religionsunterricht
Gymnasium
Tagungsort: ILF, Gars am Inn
LG-Nr.: 81/716
Leitung: StDin Dr. Claudia Leuser, OStR Markus Birner
Die Zeitumstände drängen das Thema des Lehrgangs geradezu auf: Wirtschaftskrise und sozial umstrittene Sparpakete rücken die Frage nach einer angemessenen Sozial- und Wirtschaftsethik in den Fokus der Aufmerksamkeit. Für den Religionsunterricht bedeutet dies, wesentliche Aussagen einer christlichen Sozial- und Wirtschaftsethik hervorzuheben, damit die Schüler befähigt sind, einen reflektierten Standpunkt im Dialog mit einer offenen Gesellschaft zu finden.
Im Lehrgang sind folgende Schwerpunkte vorgesehen:
aktuelle Entwicklungen in der katholischen Soziallehre und Wirtschaftsethik
Positionen der Sozialpartner (Arbeitgeber, Gewerkschaften)
Wirtschaftsethik in der islamischen Welt
mögliche Rahmenthemen für (W-)Seminare
didaktische Erschließung wirtschaftsethischer Themenfelder im Unterricht
21.11. - 25.11.2011
Welches Grundwissen vom Christentum brauchen Jugendliche an beruflichen Schulen?
Berufliche Schulen
Lehrgangsort: Armstorf
LG-Nr. 81/717
Leitung: Dr. Ferdinand Herget
Strukturiertes und lebensbedeutsames Grundwissen über den Glauben der Kirche zu vermitteln, ist die Aufgabe des Religionsunterrichts (Die Deutschen Bischöfe 2005) auch an beruflichen Schulen. Dieser Aufgabe stellt sich die Fortbildung unter drei Aspekten:
Die Reich-Gottes-Botschaft bildet den Schlüssel, um das Gefüge von Glaubenssätzen, das Credo, zu verstehen und in seiner Funktion für das Glaubensleben zu erhellen. Der theologische Sinn und die existenzielle Bedeutung der Reich-Gottes-Botschaft werden erschlossen.
Jugendliche erschließen sich ihre Wirklichkeit auch im Rückgriff auf einen „letzten Horizont“. Dabei suchen sie entwicklungstypisch nach Antworten auf ihre Erfahrungen von Subjektivität und Kontingenz, ihr Bedürfnis nach Gerechtigkeit und ihr Leiden an der Widersprüchlichkeit. Die Kernelemente ihrer Entwicklungssituation werden erarbeitet.
Der Religionsunterricht zielt darauf ab, Lerngelegenheiten zu erzeugen, in denen Jugendliche Glaubenserfahrungen als Antworten auf ihre Lebensfragen verstehen können. Dazu werden Unterrichtsmodelle entworfen und erprobt, die Schüler ermutigen ihre weltanschaulichen Fragen zu stellen und nach Antworten zu suchen.
17.11.2011 - 19.11.2011
Aus der Geschichte lernen: Brennpunkte der Kirchengeschichte und die Fragen junger Menschen
Gesamtbayerische Fortbildung für Religionslehrer an Real- und Wirtschaftsschulen
Leitung: Dr. Norbert Weidinger
Tagungsort: Diözesane Bildungshäuser Vierzehnheiligen, Staffelstein
Aus der Perspektive junger Menschen stehen zunächst sie selbst mit ihren Fragen im Brennpunkt des Unterrichtsgeschehens. Die seit Jahrhunderten übliche Redewendung „Aus der Geschichte lernen wir …“ weckt selten Interesse und stößt häufig auf Skepsis. Deshalb zählen kirchengeschichtliche Themen nicht unbedingt zu den beliebten – auch nicht bei den Lehrkräften. Dennoch verlangt eine sorgsame Allgemeinbildung im Kontext der gegenwärtigen Informationsgesellschaft mit ihrer Informations- und Bilderflut die Pflege des kulturellen Gedächtnisses, wie nicht zuletzt die politischen Auseinandersetzungen und Umwälzungen zeigen.
Wer sich allein auf die Gegenwart konzentriert, wird eindimensional in seinem Denken, sitzt leicht Vorurteilen auf und verliert ohne die historische Perspektive eine grundlegende Orientierung, sobald es um die Bewertung gesellschaftlicher Vorgänge geht.
In sieben Arbeitskreisen werden verschiedene Brennpunkte für den Unterricht aufbereitet. Am Schluss der Fortbildung steht ein Ausblick auf die zu erwartenden kompetenzorientierten Lehrpläne.
14./15.11.2011, Jahrestagung der Diözese Regensburg
Schloss Spindlhof, Regenstau
„Zwischen Vielfalt und Entscheidung: Religion in der offenen Gesellschaft“Fortbildungsveranstaltung für katholische Religionslehreran Gymnasien und Fachoberschulenim Bereich der Diözese Regensburg
Dokumentation zu „Religionsunterricht in offener Gesellschaft“ erhältlich als Download >>>
04.10.2011 -
07.10.2011, Armstorf
LG 81-703A
Fachschaftsarbeit mit Profil in einer sich verändernden Schule:
Lehrgang für Fachbetreuer Katholische Religionslehre an Gymnasien
Leitung: StD Bernhard Rößner,
Dr. Margaretha Hackermeier
Referate und Unterlagen des Lehrgangs erhältlich im geschützten Bereich für Fachbetreuer >>>
19.09. - 23.09.2011
Familien- und Sexualerziehung in Schule und Religionsunterricht
Realschule
Tagungsort: ILF, Gars am Inn
LG-Nr.: 81 /701
Leitung: Dir. Dr. Norbert Weidinger
Der Lehrplan fordert im Rahmen der fächerübergreifenden Bildungs- und Erziehungsaufgaben: „Im Sinne des ganzheitlichen Erziehungsauftrags muss deutlich werden, dass Fragen der Sexualität nicht losgelöst von Werten und Haltungen gesehen werden dürfen. Die Jugendlichen sollen erfahren, dass Liebe und Partnerschaft eine wichtige Grundlage für Glück und Sinnerfüllung des eigenen Lebens darstellen. Die Achtung der Würde des Anderen ist unverzichtbare Grundlage dieser zwischenmenschlichen Beziehungen.“ In zeitlicher Nähe zu öffentlichen Debatten um sexuelle Gewalt erhalten diese Sätze neues Gewicht.
Somit stellt sich den Teilnehmern und Teilnehmerinnen des Lehrgangs die Aufgabe, mit Hilfe von Experten und Expertinnen die Diskrepanz zwischen Ist und Soll zu analysieren und geeignete Wege zu identifizieren, damit junge Menschen während der Pubertät in der Schule jene Hilfestellung erhalten, die sie benötigen, um sich eine verantwortungsbewusste Einstellung zur menschlichen Sexualität als Gabe Gottes und „Sprache der Liebe“ einerseits und Gestaltungsaufgabe für das ganze Leben andererseits anzueignen. Unterrichtspraktisch sind mit Hilfe von Praxisberichten die Themenbereiche 8.1 und 10.1 des Lehrplans zu bearbeiten.
23.05. - 27.05.2011
Christliche Identität finden im Dialog mit den anderen Religionen
Tagungsort: ILF, Gars am Inn
Leitung: Dir. Dr. Norbert Weidinger
In der offenen Gesellschaft stehen schon Schüler vor der Aufgabe, über ihren Glauben andersgläubigen Mitschülern Rede und Antwort zu stehen. Diese Auskunftsfähigkeit ist nach den Vorgaben der Deutschen Bischofskonferenz zu einer der wichtigsten religiösen Kompetenzen geworden, die es im RU zu erwerben gilt. Nicht zuletzt durch diesen unersetzlichen Beitrag zur umfassenden Grundbildung legitimiert er sich im Fächerkanon der Schule. Manche befürchten jedoch, dass im multikulturellen Umfeld die Entwicklung einer spezifisch christlichen Identität zu kurz kommen könnte. Andere hoffen, dass gerade die Erfahrung religiöser Differenz in der Klasse gewinnbringende Lernchancen bei der Bildung einer christlichen Identität in sich birgt.
16.05. - 20.05.2011
„Kein Weltfrieden ohne Religionsfrieden“:
Die Pluralität von Religionen und Weltanschauungen und ihre Relevanz für die Praxis religiösen Lernens
Tagungsort: ILF, Gars am Inn
Leitung: Dr. Matthias Pfeufer
Schulen repräsentieren die Gesellschaft im Kleinen. Oft werden dort Entwicklungen und Herausforderungen früher sichtbar. Auch an bayerischen Schulen nimmt die Pluralität von Religionen und Weltanschauungen stetig zu. Ausdruck dieser Entwicklung sind neue Fächer, die in den letzten Jahren eingerichtet wurden (z. B. islamischer Unterricht).
23. - 24.03.2011
Fachtagung im Rahmen der 16. Hochschultage der Universität Osnabrück
Übergänge in der Berufsbildung nachhaltig gestalten:
Potentiale erkennen - Chancen nutzen
Biografische Übergänge im Berufsschulreligionsunterricht begleiten
Trotz aller Bemühungen gelingt es kaum, einen nicht geringen Teil der Jugendlichen vor dem Abgleiten in ein bildungsfernes Sozialproletariat zu bewahren. Der Religionsunterricht als Teil der beruflichen Bildung sieht es als seine Aufgabe an, sich bewusst diesen Jugendlichen zuzuwenden.
Die Fachtagung fragt, wie diese Jugendlichen dabei unterstützt werden können, für sich eine tragfähige existenzielle Haltung zu entwickeln, die ihnen hilft, sich beruflich und gesellschaftlich zu integrieren. Ziel ist es, religions- und berufspädagogisch begründete Inhalte zu benennen, die in die Lehreraus- und Weiterbildung eingesetzt werden können
Referent: Dr. Ferdinand Herget
Mittwoch, 23.03.2011 09:00 Uhr bis 16:00 Uhr
Donnerstag, 24.03.2011 09:00 Uhr bis 12:00 Uhr
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Flyer mit Informationen zu den 16. Hochschultagen >>
Konfliktsituationen im Religionsunterricht bewältigen und Konflikte managen
24.01. - 28.01.2011, ILF, Gars am Inn
Leitung:
Dr. Ferdinand Herget, Dr. Erna Strempel-Anthofer
Der Unterrichtsalltag kann durch schwelende und offene Konflikte mit Schülern, aber auch mit anderen Lehrkräften oder der Schulleitung als belastend erlebt werden. Je nachdem stören solche Konflikte die Lehr-Lern-Prozesse im Unterricht, die vertrauensvolle Zusammenarbeit zwischen Lehrkräften oder gar das ganze Schulklima. Andererseits sind Spannungen zwischen verschiedenen Menschen immer eine notwendige und unvermeidbare Voraussetzung, um Grenzen zwischen den verschiedenen Ansprüchen zu ziehen.
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Religiöse Bildung an der öffentlichen Schule – Beitrag für die innere Schulentwicklung
17.01. - 21.01.2011, ILF, Gars am Inn
Leitung:
Dr. Matthias Pfeufer
„Ein Schulprogramm, das den ganzen Menschen in einem ‚Haus des Lernens’ in seinen Mittelpunkt stellt, kann auf die religiöse Dimension nicht verzichten.“ (Günther Böhm) Was in Bayern sogar in der Verfassung verankert ist (vgl. Art. 135 BV), wird in den letzten Jahren von unterschiedlichen gesellschaftlichen und politischen Kräften mehr und mehr in Frage gestellt. Die Chancen religiöser Bildung an den öffentlichen Schulen werden in dieser Debatte oft nur unzureichend behandelt.
Im Lehrgang soll reflektiert werden, welche Rolle(n) die Kirche in einer sich verändernden Schule spielen kann und wird (Religionsunterricht, schulpastorale Angebote, Beteiligung an Ganztagsangeboten). Auch darüber hinausgehende Angebote der Kirchen, wie etwa das Konzept einer „wahrnehmungs- und wertorientierten Schulentwicklung (WWSE)“, sind als konstruktive Beiträge eigens zu beleuchten. Kirche wird dabei im Prozess der Schulentwicklung den Fokus immer auf ein gelingendes Miteinander aller an Schule Beteiligten richten.
Der Lehrgang wendet sich vorrangig Schulleiter der Grund- und Hauptschulen.
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